Donnerstag, 25. August 2016

Satiraden

Oettinger stürzen... Satire. "Oettinger stürzen" wird unter Langzeitarbeitslosen als "Running Gag" immer beliebter. Wie diese Meldung einmal mehr zeigt...  weiter...


Gegendarstellung (Real-Satire) Diesem Stern-Beitrag des Monats Januar lag ein bedauerlicher Irrtum zugrunde und er wurde daher kürzlich vom Stern gegen dargestellt.  weiter...


WIESO Tipp (Real-Satire) Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam aber gründlich - sagt man ihnen nach. Wie man am Ausgang des Skandal-Prozesses um die Berliner Landesbank (der Spiegel berichtete hier) erkennen kann, wurde am Ende aber doch alles gut...  weiter...


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Wieder und wieder... (Real-Satire) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit gelang der FTD gestern am 20.03.2007 der erste Feldtest eines völllig neuen Prototyps für den politischen Beitrag der Zukunft.  weiter...


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VISION-D Nur Einigkeit macht stark...
Benutzer Bewertung: / 1
Politik - Report
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 25. Oktober 2015
Liebe Cogitosum-LeserInnen. Nochmals bedanke ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Lesern, die sich in all den Jahren trotz der schweren Kost auf CogitoSum eingelassen haben. Wie sie wissen befindet sich COGITOSUM nunmehr seit Längerem im Archiv-Zustand - d.h. es wird nur noch der Bestand an Beiträgen ausgegeben, wie er bis ca. 2011 entstanden ist. Da ich aktuell und bis auf weiteres sehr wenig Zeit habe, wird das wohl leider auch so bleiben. Ich will Ihnen aber keineswegs verheimlichen, WARUM meine Zeit so knapp ist...   und zwar deswegen:

VISION-D Logo
Logo der www.vision-d.org


Berlin, 3. Oktober 2015. An einem tollen Oktobertag wurde der Verein für politische Innovation in Deutschland - VISION-D - unter anderen auch von mir mit gegründet. Der Grundgedanke ist, Menschen zusammen zu bringen, die sich bislang in verschiedenen politischen Lagern beheimatet fühlen und mit ihnen die Basis für eine neue Politik zu schaffen, hiner der sie ALLE stehen können. Nötig ist dies deswegen, weil die Vorgänge in Berlin und Brüssel sowie um ESM, Griechenland die weitgehende Aushebelung der Demokratie in Westeuropa bereits in die Wege geleitet haben - der bevorstehende Abschluss des TTIP-Abkommens mit den USA wird dies vervollständigen und die Demokratien Westeuropas defakto einer KONZERN-DIKTATUR unterwerfen.Angesichts dessen darf es bei den demokratischen Kräften keine Zersplitterung mehr geben... Wir ALLE müssen uns für die Wiederherstellung und Absicherung unserer Demokratien engagieren und diesen Umsturzversuch durch das Finanzkapital zurück schlagen. Und danach kann man dann wieder mit der Lupe nach Unterschieden zwischen den Demokraten auf die Suche gehen...

 

VISION-D Schaufenster
Das Schaufenster von VISION-D

Der Verein betreibt eine nicht-öffentliche Online-Plattform, für die jedes Vereinmitglied einen Zugang bekommt, um dort in einem wiki-artigen System an Themenkomplexen und Entwürfen für neue Politik mitzuarbeiten. Die Startseite der Vereinplattform finden Sie unter dem Link: http://www.vision-d.org/start   Die Vereinsführung veröffentlicht sporadisch Arbeitsergebnisse und andere Publlikationen, mit denen der Verein auf sich aufmerksam machen und Teile seiner Arbeit der breiteren Öffentlichkeit vorstellen will. Zur längerfristigen Kostendeckung des Vereins selbst - sowie ab einer gewissen Größe auch Unterstützung vergleichbarer Bewegungen und Aktionen erhebt der Verein einen einheitlichen Mitgliedsbeitrag von 2,00 Euro im Monat. Registrieren kann man sich unter dem Link: http://www.vision-d.org/doku.php/start?do=register

 

VISION-D Grundsatzerklärung als Basis für die Zusammenarbeit

Mit dem Beitritt erkennt jedes Mitglied die Grundsatzerklärung von VISION-D an. Neben der Schaffung einer Basis für die Zusammenarbeit soll damit auch eine Unterwanderung des Verein durch demokratiefeindlichen Kräfte vorgebeugt werden. Zudem ist der Verein organisatotisch  gegen Unterwanderung abgesichert und soll dauerhaft überwiegend mitgliederfinanziert bleiben. In dieser Erklärung sagt VISION-D über sich selbst (Zitat): "Unsere Bewegung ist in gängige politische Schubladen nicht einzuordnen. WIR sind NICHT links, nicht rechts, nicht rot, nicht schwarz noch gelb, grün oder braun. WIR hängen keiner Ideologie und keiner Religion an. Dafür aber sind WIR entschieden Pro-Mensch, Pro-Umwelt und vor allem Pro-Zukunft." Unter diesem Link hier: http://www.vision-d.org/index1.html  kann man sich die Grundsatzerklärung und VISION-D näher anschauen. Daneben ist sie als PDF öffentlich downloadbar.

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Bushbrand in der Klimaforschung
Benutzer Bewertung: / 2
Politik - Report
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 30. August 2006

Seit einiger Zeit lässt die US-Regierung anscheinend nichts unversucht, Teile der Wissenschaft für die von ihr ohne jede Verunreinigung durch Vernunft oder Skrupel vertretenen wirtschaftlichen Interessen einzuspannen. Hauptaktionsfelder: Gentechnik und Umweltforschung. Über obskure Netzwerke wird mit viel Geld versucht, den Stand der wissenschaftlichen Forschung bei besonders gewinnträchtigen Themen soweit zu vernebeln, dass die Wissenschaft sich als Orientierung für Politik und Gesellschaften in der allgemeinen Wahrnehmung nicht mehr zu eignen scheint. Wie manchem vielleicht bekannt, wird parallel dazu besonders seitens Präsident Bush solch fundamentalistischen Neuprägungen wie "Intelligent Design" besondere Sympathie und Förderung zu teil. Neu ist dieses vormittelalterliche und Wissenschaft zerstörende Konstrukt nicht - schon vor rund 50 Jahren versuchten baptistisch und methodistisch vernagelte Kreise in den USA derartiges, nur nannte man es damals Kreationismus. Der Kern dieser selbst ernannten "Wissenschaft" lässt sich auf einen simplen und für den beschränkten Intellekt von US-Präsident Bush (IQ:91) besonders geeigneten Nenner bringen: "Nichts genaues weiß man nicht" und daher sei bewiesen, dass nur der rechte Glaube in Gott alle Phänomene der Welt schon ausreichend erklärt und den richtigen Weg weise (wie im Irak...). Am Beispiel der von Adepten Bush'scher Weltsicht von Zaune gebrochenen Diskussion um die Klimakatastrophe wollen wir ein wenig von der Methodik dieser finsteren Kreise offen legen. Der durch dieses durchsichtig motivierte Spiel verursachte Schaden für die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Forschung indes kann bei den gegebenen Verhältnissen in unserer schönen neuen Medienwelt kaum überschätzt werden. Zugleich ist diese Posse ein gutes Beispiel für die Vorgehensweise der Bush-Administration und decouvriert ein weiteres Mal ihre Motive.

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Wie sicher ist "sicher"?
Benutzer Bewertung: / 7
Dokumentation - Zeitgeschehen
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 13. März 2011
Viele - auch ich - hätten auf die aktuellen Ereignisse des März 2011 in Japan gut und gerne verzichten können. Wer hier jedoch glaubte, nicht verzichten zu können oder zu wollen, war vor allem eine Seite: Großkonzerne dachten nicht im Traum daran, die ihnen sicher scheinenden Milliardengewinne sowie ihren dominierenden Einfluss auf die existentiell wichtige Versorgung unserer Zivilisation mit Energie aus ihren Klauen zu lassen. Letztlich setzte sich dauerpropagandistisch in die Hirne von Menschen gespültes Wunschdenken gegen die Realität durch. Vielerorts - auch in Japan - fanden sich politische Mehrheiten zugunsten der nach wie vor höchst fragwürdigen Kernkraft-Technologie. Zumindest solange, bis dieses Wunschdenken am 12.03.2011 ab 07:36 von der vergewaltigten Realität auf furchtbare Weise eingeholt wurde. Für die meisten, die sich mal etwas näher mit der zugrunde liegenden Technologie beschäftigt haben, war bereits spätestens seit der Explosion im Reaktorgebäude des AKW-Blocks Fukushima I-1 am frühen Morgen des 11.3.2011 klar: der Super-GAU hat begonnen. Schon der hohe Druckanstieg im Gebäude belegte, dass es den Notmannschaften vor Ort offenbar nicht mehr möglich war, noch irgendeine Form von Kontrolle über die ablaufenden Prozesse auszuüben. Als dann vor der Explosion das "Ablassen des Überdrucks" entschieden wurde (was zugleich die Entscheidung für eine - vorerst noch überschaubare - Umgebungs-Kontamination ist...), war bereits vorhersehbar - auch dieser gewiss nicht leichtfertig vollzogene Schritt wird unter den gegebenen Umständen den Gang der Ereignisse kaum aufhalten können.
 
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Risse in der Matrix?
Benutzer Bewertung: / 6
Gesellschaft - Streitschriften
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 4. Dezember 2010
HINWEIS: Wikileaks URL über http://213.251.145.96/ scheinen wieder erreichbar. Notfalls lassen sich über Twitter alternative Adressen finden.

Die Ereignisse spitzen sich beschleunigt zu - und auch die Einschläge kommen näher. Gemeint ist nicht das Showbiz unserer Politikdarsteller um telenovelahafte Belanglosigkeiten. Selbst die Gespensterdebatte um das nur noch schwer erträgliche Hartz4-Paket unserer Schwarzgeld-Regierung muss sich - bei aller Relevanz für die Menschen in diesem Land - mit den hinteren Rängen zufrieden geben. Vielmehr scheint es die Entwicklung hinter dem für die Öffentlichkeit sichtbaren Vorhang selbst, die hier ihr in Erscheinung tritt. Zum vergangenen Wochenende hin entbrannte eine folgenschwere öffentliche Debatte um Wikileaks - einer Internet-Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Indiskretionen rückhaltlos zu veröffentlichen. Aktuell geht es - ich füge hinzu: angeblich - um rund 250000 überwiegend eingestufte Dokumente (Stichworte: "Botschafts-Depeschen" oder "Cablegate") aus dem US-Botschaftsdienst, die derzeit Stück für Stück an die Öffentlichkeit gelangen (Stand heute: ca. 850). Doch es gibt auch eine Vorgeschichte: Ähnliches ereignete sich bereits um den Irak-Krieg - via Wikileaks fanden hier sehr wichtige Informationen den Weg in die Öffentlichkeit, wie z.B. das berühmte "Hubschraubervideo", ( Alternativer Link ) in welchem mitverfolgt werden kann, wie US-Kampf-Hubschrauber 2007 förmlich Jagd auf Zivilisten (darunter vor Ort anwesende Reuters-Mitarbeiter...) machen. Selbst der gewiss nicht ohnmächtigen Nachrichtenagentur Reuters gelang es seinerzeit nicht, auf offiziellem Weg vom US-Militär Aufklärung über den Vorfall zu bekommen, bei dem immerhin zwei ihrer Mitarbeit den Tod fanden. Eine angebliche "Untersuchung" ergab natürlich blitzschnell: Niemand der Verantwortlichen habe Kampf- oder Einsatzgrundsätze verletzt. Einsicht in Videos (solche Einsätze werden seit langem grundsätzlich dokumentiert...) wurde - wie üblich - unter Verweis auf Geheimschutz verweigert. Im ersten Halbjahr 2010 aber veröffentlichte Wikileaks sowohl Videos wie etliche relevante Dokumente, darunter Einsatzrichtlinien, die ihm aus Militärkreisen zugespielt worden waren - und das US-Militär sieht sich nun mit Vertuschung-Vorwürfen konfrontiert. Die einzige Reaktion auf diesen nicht hinnehmbaren Skandal bislang: der Informant von Wikileaks, Bradley Manning, sieht sich einer Anklage mit Strafandrohungen von bis zu 52 Jahren Haft gegenüber und soll sich bereits seit Mai 2010 in Einzelhaft befinden. Doch hier soll nicht dieser Krimi aufgerollt werden - denn es gibt Wichtigeres. Seit Wochenbeginn sind haarsträubende Ereignisse zu registrieren - die die Geschehnisse um Wikileaks in einen weitaus größeren Zusammenhang als Cablegate allein stellen.

 

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Der ganz große Coup
Benutzer Bewertung: / 34
Politik - Report
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Es ist 2002 und Denkwürdiges tut sich in Deutschland: der Irak-Krieg zeichnet sich ab, das Land wird von PISA-Studie und Ökosteuer durchgerüttelt, im August lauert ein Jahrhunderthochwasser und obendrein hält der September die turnusmäßige Bundestagswahl bereit. Bundeskanzler Schröder (SPD) macht in Vielem eine ordentliche Figur und bringt letztlich einen ebenso hauchdünnen wie unerwarteten Wahlsieg zustande. Doch schon im Februar des Jahres ist jener Nagel eingeschlagen, an dem die politische Laufbahn des agilen Kanzlers bald hängen sollte. Im Zuge der aus dem Dunstkreis von Bertelsmann-McKinsey lancierten Agenda 2010 lässt er da nämlich eine Kommission ins Leben rufen, um die medial ramponierte Arbeitsvermittlung in Deutschland grundlegend zu "revolutionieren". Eine vollmundige Parole macht die Runde - in nur 4 Jahren werde man die Arbeitslosigkeit "halbieren". Unter Leitung des VW-Vorstands Peter Hartz nimmt eine illuster besetze Kommission ihre "Arbeit" auf. Hinter den Kulissen und wohl unter federführender Mitwirkung von McKinsey et alia beginnt man, die Brechstange zur Demontage des Sozialstaates zu schmieden. Vielen vielleicht weniger bekannt - sind deren verheerende Folgen keineswegs den Empfehlungen der Kommission "Moderne Dienstleistung am Arbeitsmarkt" allein zu "verdanken", sondern vielmehr war es deren gesetzliche Umsetzung, die hier - durchwoben von zahlreichen obskuren Einflüssen - das Unterfangen zu einem in Teilen verfassungswidrigen und nicht rechtskonformen Gesetzesbrei werden ließen. Kaum wiedergewählt, peitscht Schröder diesen nun - übrigens zusammen mit einigen für SPD-Politik sehr merkwürdigen Gesetzen - im ICE-Tempo sowohl durch seine Partei als dann durch die Parlamente. So ist es Anfang 2005 mit dem Inkrafttreten von "Hartz4" bereits vollbracht, noch bevor sich weder SPD noch Öffentlichkeit über die absehbaren Folgen auch nur ansatzweise im Klaren sind. Trotz des schon damals klar erkennbaren gesellschaftlichen Schadenspotentials regt sich nur mäßig Widerstand - nach einigen Monaten ebben die bundesweiten Demonstrationen gegen die Hartzgesetze ab, in deren Verlauf sich die WASG bildet. Interessanterweise reagiert Schröder darauf und schockt Land wie Genossen mit einer vorgezogenen Neuwahl für den Herbst 2005. Er kämpft wie ein Löwe und bringt das Unmögliche fast zustande - die SPD kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon, obwohl das aus dem Boden gestampfte Wahlbündnis von PDS und WASG mit 8,7% in den Bundestag zieht. Im sehenswerten historischen Fernseh-Showdown nach der Wahl blitzt Merkwürdiges auf. Der Kanzler - offenbar völlig abgehoben - gibt seine letzte Show in deren Verlauf der massiv die Medien angreift. Doch es bleibt dabei - mit der Sendung enden dann auch gleich zwei Phänomene von Rot-Grün abrupt: Schröder und Fischer. Die schockstarre und nun auch noch führungslose SPD besiegelt kurz darauf ihr Schicksal. Man verschmäht die klar gewählte linke Mehrheit im Bundestag und begibt sich eine Verschleißkoalition unter Merkel. Unter subtiler "Anleitung" des Medienkartells war Belächeln zur gängigen Haltung gegenüber den Demonstranten und ihren Anliegen geworden. Dieses Lächeln dürfte so Manchem inzwischen vergangen sein. Losgetreten vom inzwischen auch schon reichlich losgelösten FDP-Chef Westerwelle und bis auf den Tag flankiert von subtiler Propaganda des Medienkartells - wird nun schon fast ein Jahr gestritten und lamentiert, ohne dass ein irgendwie konsensfähiges Ergebnis auch nur entfernt in Sichtweite geraten wäre. Wir wollen uns gar nicht erst lange an den vielfach unappetitlichen Details dieser "Irren-Diskussion" aufhalten, vielmehr wenden wir uns gleich direkt den inzwischen objektiv klar identifizierbaren Auswirkungen von Agenda und Hartz-Gesetzen zu.

 

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Natur unerwünscht?
Benutzer Bewertung: / 9
Politik - Report
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 2. Oktober 2010
Manchmal tut es weh, Tag für Tag mit jener gefährlichen Mischung aus Naivität und Ignoranz konfrontiert zu werden, die immer noch eine Mehrzahl der heutigen Mitmenschen auszeichnet. Dies trifft auch für die von der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unbeachtete Tatsache zu, dass dem pharma-skeptischen Anteil der EU-Bevölkerung ein veritabler Doomsday bevor steht. In Umsetzung der EU-Richtlinie 2004/24/EG wird ab dem 1. April 2011 der Verkauf sämtlicher traditionellen pflanzlichen Heilmittel in der EU verboten sein, die bis dahin nicht ein Registrierungsverfahren durchlaufen haben. Diese auch THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) genannte Richtlinie der EU sieht vor, dass Zubereitungen aus Kräutern, die bisher als Naturheilmittel, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel verfügbar waren, nun als medizinische Produkte deklariert werden, die eben ein solches Zulassungsverfahren zu durchlaufen haben. In EU-gewohntem Zynismus wird für besonders bewährte Mittel ein sogenanntes "vereinfachtes" Zulassungsverfahren in Aussicht gestellt - zynisch deshalb, weil Beträge um 100.000 € für den Durchlauf eines derartigen Verfahrens kursieren. Indes bleibt schon die Direktive selbst ohne juristische Assistenz kaum noch lesbar. Sicher muss befürchtet werden: sie beinhaltet praktisch das Aus für alle Anbieter, die nicht zum Kreis der Großkonzerne zählen - denn nur diese könnten sich solche Verfahren, in größerer Anzahl zumal, überhaupt "leisten", weil nur sie deren Kosten dann wie üblich und ab 1.4.2011 dazu im Schutze eines neu geschaffenen Quasi-Monopols samt saftigen Gewinnaufschlag an den Kunden weiter geben können. Und da gibt es immer noch kurzdenkende Mitmenschen, die das ganz in Ordnung finden oder gar begrüßen - nach dem Motto: hier wird doch lediglich Scharlatanen, die andere mit haltlosen Heilversprechen übers Ohr hauen, das Handwerk gelegt. Diese Argumentation, der oberflächlich betrachtet durchaus ein Hauch von Logik anzuhaften scheint, erweist sich bei näherem Hinsehen nicht nur als haltlos - vielmehr überdeckt sie die konkret zu erwartenden Folgen der fehlgeleiteten EU-Direktive nahezu vollständig. Grund genug für Cogitosum, sich dieses traurigen Themas anzunehmen und es einmal näher vorzustellen.

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