Donnerstag, 21. September 2017

Satiraden

Oettinger stürzen... Satire. "Oettinger stürzen" wird unter Langzeitarbeitslosen als "Running Gag" immer beliebter. Wie diese Meldung einmal mehr zeigt...  weiter...


Gegendarstellung (Real-Satire) Diesem Stern-Beitrag des Monats Januar lag ein bedauerlicher Irrtum zugrunde und er wurde daher kürzlich vom Stern gegen dargestellt.  weiter...


WIESO Tipp (Real-Satire) Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam aber gründlich - sagt man ihnen nach. Wie man am Ausgang des Skandal-Prozesses um die Berliner Landesbank (der Spiegel berichtete hier) erkennen kann, wurde am Ende aber doch alles gut...  weiter...


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Wieder und wieder... (Real-Satire) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit gelang der FTD gestern am 20.03.2007 der erste Feldtest eines völllig neuen Prototyps für den politischen Beitrag der Zukunft.  weiter...


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Wirtschaft
Das Wunder von Wolfsburg
Benutzer Bewertung: / 3
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 29. Oktober 2008

Unter neoliberaler Ägide wurde er zum goldenen Kalb. Geradezu angebetet wie eine Gottheit - unfehlbar, allwissend und allmächtig. Seine Heiligkeit - der freie Markt. Gewiss - in der Theorie ist ein freier Markt mit unabhängigen Teilnehmern geradezu ein Paradebeispiel an Selbstorganisation. Der durch unabhängige Teilnehmer sich bildende Querschnitt an Motivation, verwendeter Information und Erwartungen lässt einen solchen Markt schnell und zuverlässig Entscheidungen finden, die auch unter sich rasch wandelnden Randbedingungen jeweils vernünftig sind und dem Optimum nahe kommen. Dies allerdings funktioniert schon in der Theorie nur unter zwei unabdingbaren Voraussetzungen: Erstens - der Markt muss „frei“ zu sein, d.h. frei von marktfremden Einflüssen und zweitens müssen die Teilnehmer zu wirklich unabhängigem Handeln in der Lage sein. Beide Voraussetzungen haben es in sich - denn ein Markt, an dem einzelne Akteure überproportional viel Macht ausüben können, büßt seine Vorteile als „freier“ Markt ein. Gleiches gilt, wenn Akteure oder ein Teil davon ihr Marktverhalten nicht unabhängig gestalten können. Beides birgt also die Gefahr in sich, dass der Markt in seinen Funktionen Selbstorganisation und Optimierung versagt. Schon unser Geldsystem mit seinem in Exponentialfunktion wachsenden Verschuldungszwang allein steht dem freien Markt entgegen. Hinzu kommt, dass freier Markt als Universalkonzept zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben dann - und nur dann - überhaupt je taugen könnte, wenn sich auch ALLE für die Gesellschaften relevaten Aspekte dort korrekt widerspiegelten. Wovon wohl unstrittig keine Rede sein kann. Vielmehr aber drängt sich aus aktuellem Anlass längst eine andere Frage auf: wie frei sind denn die Märkte in unserer Wirtschaft eigentlich überhaupt noch?

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The Day After...
Benutzer Bewertung: / 3
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 5. Oktober 2008

Das Wort „Krise“ droht zu bersten, wenn man es zur Beschreibung der Ereignisse im gegenwärtigen Turbokapitalismus verwendet. Die Zweifel lichten sich zusehends - was sich hier vollzieht, ist nichts Geringeres als die Demaskierung des wahren Antlitzes dieser Art des Wirtschaftens. Wenn heute Viele noch glauben, die Wiedereinkehr von etwas mehr Ruhe an den Aktienmärkten bedeute die Überwindung der Krise - so gäbe es eine konkrete Chance darauf überhaupt nur, hätte „der Markt“ aus eigener Kraft Stabilisierung hervor gebracht. Hat er aber nicht - was bedeutet, dass mindestens die großen Player dieses Marktes genau dies offenbar schlicht nicht „wollten“. Stattdessen scheinen sie Geschmack an immer noch weiteren staatlichen Milliarden gefunden zu haben, die man ihnen unten, oben, vorn und hinten hinein pumpt. Mit dem gesunden Menschenverstand ist da nicht mehr nachzuvollziehen, wie das riesige US-Rettungspaket für Banken die Wirtschaft - nach all dem, was auf kollektive Rechnung bereits „getan“ wurde - nun noch stärken soll.

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Finanzkrise
Benutzer Bewertung: / 2
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 28. September 2008

Hinreichend laut und vernehmlich war es eigentlich schon - das Vorbeben. Auch hierzulande zerrupfte es die IKB und einige Landesbanken wurden durchgerüttelt. Seitdem pumpen Regierungen weltweit nun schon seit Jahresfrist wachsende Milliardenbeträge in die Finanzmärkte. Doch diese scheinen schwarzen Löchern gleich und verschlingen einfach Alles und Jedes, was da unternommen wird, um weiteres Abgleiten in den Abgrund zu vermeiden. Seit Langem zeigen etliche Ökonomen mit dem Finger auf die gewaltige Schieflage der Weltleitwährung Dollar, die aus einer grandiosen Überschuldung der USA weltweit resultiert und orakelten: „...das wird so nicht ewig gut gehen können!“. Tut es auch nicht, wie man wohl spätestens jetzt einräumen muss. Die brachiale Urform des Kapitalismus scheint - nur zwei Jahrzehnte nach dem Niedergang ihres direkten Gegenentwurfs - gleichfalls am Ende der Lebensspanne angekommen.

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Werkzeug Zeitarbeit
Benutzer Bewertung: / 3
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 6. Mai 2007

Wieder einmal fand sich eine Lobeshyme auf den angeblichen Job-Motor Nummer 1 - Zeitarbeit! In diesem Artikel auf Zeit-Online stößt man u.a. auch auf die Aussage: "...Zwischen 1994 und 2004 hat sich die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland fast verdreifacht...", sowie eine weitere Menge von Zitaten aus dem dem neoliberalen Lager, die diesen Niedergang der Vernunft auf dem Arbeitsmarkt auch noch feiern. Wieso es da in Wahrheit auch nicht das Allergeringste zu feiern gibt, wollen wir im folgenden Beitrag näher heraus arbeiten. Vorab sei angemerkt, dass Zeitarbeit nicht unbedingt pauschal zu verteufeln ist. In einigen besonderen Konstellationen zwischen Markt und Unternehmen mag sie durchaus Sinn machen - nur selbst dann eben keineswegs so, wie sie sich im hiesigen Absurdistan mehr und mehr breit macht - oder genauer: breit gemacht wird. Dieses Manöver erfolgt erkennbar natürlich nicht im Sinne der Arbeitnehmer - denn Arbeitnehmer selbst können schon von der Logik kaum tiefergehendes Interesse an Zeitarbeit haben und daran zu profitieren gibt es für sie schon gar nichts. Mit anderen Worten - neben HartzIV und der generellen Aufweichung der Arbeitsgesetze legte bereits die Regierung des dicken Kanzlers mit der Legalisierung von Zeitarbeit leichtfertig ein überaus mächtiges Gestaltungsinstrument für den Arbeitsmarkt in die Hände der Reichen und Mächtigen dieser Gesellschaft.

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Dunkle Wolken
Benutzer Bewertung: / 3
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 31. März 2007

Zunächst glaubten wir an einen veritablen April-Scherz, als wir auf diese Meldung in der Computer-Zeitschrift PC-Welt stießen - und fanden ihn als solchen etwas makaber und zudem auch ein wenig verfrüht. Gerade weil unsere Jubel-Medien sich derzeit so fürchterlich überschlagen, die Arbeitsmarktsituation auf dem IT-Markt in den allerschillernsten Farben darzustellen, kann so ein Dämpfer allerdings durchaus mal wieder für etwas mehr "Erdung" sorgen. Dennoch - wir schauten einmal nach, und - oh Schreck - diese Meldung war KEIN verfrühter Aprilscherz.

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