Dienstag, 1. Dezember 2020

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CogitoSum und Corona
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Editorial
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 17. Juni 2020

LIebe Besucher*innen,

Schön, dass immer noch so Viele hier her finden. Gerade im Verlauf der gegenwärtigen Pandemie des SARS-Cov2 Virus zeigte sich, wie wichtig und notwendig der offene und sachgerechte Diskurs über gesellschaftliche Zusammenhänge und Belange in Wirklichkeit eigentlich ist. Es gab Phasen, in denen die gewohnten Paradigmen plötzlich außer Kraft gesetzt schienen, eben weil unsere Gesellschaft sich einer recht ernsten Bedrohung gegenüber sah und gehandelt werden MUSSTE. Ich räume gerne ein: mich hat überrascht, wie entschieden sich unsere Gesellschaft hier als Ganzes letztlich hinter der Pandemiebekämpfung zu versammeln vermochte.

Kurzzeitig büßten sogar Medienschwergewichte, aber auch - in nenne es mal so - konservative Wissenschaftskreise ihre gewohnte Deutungsmacht ein und es kam zu einem jener seltenen Momente, in denen die Masse der Bürger eher der eigenen Vernunft als den Worten anderer folgten. Etliche von verschiedenen Seiten vorgetragene Versuche zur Spaltung der Gesellschaft liefen - zumindest in dieser Frage - bislang weitgehend ins Leere. Und es ist tatsächlich, im internationalen Vergleich zumal, Erstaunliches erreicht worden. In einem kollektiven Kraftakt konnte hierzulande aus einer gar nicht mal so prickelnden Ausgangslage im März des Jahres die Pandemie weitgehend zurück gedrängt werden.

Natürlich: diesen Erfolg gab es nicht umsonst. Zurecht schauen Viele mit bangem Blick auf mögliche Folgen dieses Kraftakts, die sich in der Wirtschaft abzeichnen. Doch auch hier bleibt weiter Vernunft gefragt. Vor allem auch bei jenen, die in diesen Wochen gegen Coronamaßnahmen demonstrierend durch die Städte ziehen. Wie bitte hätte eine die Wirtschaft schonendere Alternative denn aussehen sollen - ja überhaupt können? Wo sind die Beispiele im internationalen Vergleich, bei denen es tatsächlich besser gelaufen ist? Etwa Schweden?

Der anfangs diesbezüglich hoch gehaltene Schweden-Mythos ist inzwischen weitgehend implodiert. Diese Gesellschaft tut sich mit ihrem Ansatz in der Pandemiebekämpfung längst schwerer als andere, das jedoch ohne dass dem nennenswerte Vorteile für die dortige Wirtschaft gegenüber stehen würden. Die Botschaft dahinter ist klar: Unsere Gesellschaften werden auf längere Sicht nicht daran vorbei kommen, den Umgang mit derartigen Bedrohungen und anderen Katastrophen erlernen zu MÜSSEN. Das gilt auch und sogar besonders für die Wirtschaft - denn eine einigermaßen ungestört funktionierende Gesellschaft bleibt immer noch die beste Funktionsgrundlage für sie.

Unser Problem an dem Ganzen ist allein Eines: Nahezu Alles was wir in diesen Zeiten erleben, ist NEU. Wir - Bürger, Gesellschaft und auch Wirtschaft müssen uns schlicht den Herausforderungen stellen, die uns gegenüber treten. Wer hier in die Mottenkiste greift, um dort nach Lösungen zu kramen, greift ins Leere. Und so war auch die Entwicklung der AfD in dieser Phase nicht wirklich eine Überraschung. Dass Menschen hingegen aufstehen, um ihre Freiheit zu verteidigen, ist zunächst einmal zu begrüßen. Bedenklich wird es lediglich, wenn man dabei auf Muster pocht, die es so wie es sie mal gab, wohl nicht mehr geben kann und wird. Ohnehin ist auch schwer einzusehen, wo z.B. das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bedingungen, irgendwelche Freiheitsrechte beeinträchtigen soll. Seit Jahrtausenden bedecken wir uns ja auch mit wärmender Kleidung, wenn es uns zu kalt ist.

So sollten wir alle - da sie nun schon mal da ist - mit dieser Pandemie vor allem Eines tun: nämlich daraus LERNEN, auf allen Ebenen, unter allen Aspekten und vor allem unter Zurkenntnisnahme der Realität. Und als eine der ersten Lektionen steht da klar vor uns: Nicht die Wirtschaft bestimmt das Leben der Menschen, sondern es sind Menschen, die das Leben der Wirtschaft bestimmen. Genau DIESE Lektion blüht uns allen wohl noch in mannigfacher Variation. Insgesamt nennt das Ganze sich Anpassung. Und die ist in der Evolution unbewusster Lebewesen Gang und Gäbe, ohne dass da irgendwo Denken groß ins Spiel käme. Doch im Gegensatz dazu sind wir Menschen nun mal darauf angewiesen, diesen Prozess bewusst zu vollziehen und ihn letztlich in unserer gesellschaftlichen Organisation und damit auch in der Wirtschaft zu berücksichtigen. Sozusagen der Preis für das menschliche Privileg, das ganze nicht dem Zufall überlassen zu müssen, sondern es bewusst und rational gestalten zu können.

Doch nun zurück zu CogitoSum selbst. Nachdem sich das vor einiger Zeit auch hier angekündigte VISION-D Projekt zerschlagen hat, bin ich natürlich keineswegs untätig geblieben. Ich schreibe immer noch gerne, und so ist inzwischen ein ziemlicher Berg an Material zusammen gekommen. Da ich künftig nun auch den Rücken deutlich mehr frei haben werde, ist geplant, für Anfang 2021 wieder aktuellen Webseitenbetrieb aufzunehmen. An Programmierung, Konzept und Struktur wird derzeit noch intensiv gefeilt - aber es dürfte wohl auf einen Verbund mehrerer Webseiten mit recht unterschiedlicher Schwerpunktsetzung hinauslaufen.

Der Kernbestand des CogitoSum-Contents wird darin unterkommen und weiter zum Nachlesen verfügbar sein. Hinzufügen möchte ich noch: Nicht ohne eine gewisse Genugtuung sehe ich, dass diese Seiten hier intensiver gelesen werden, als ich es zum Zeitpunkt ihrer Versetzung in den ARCHIV-Modus jemals erwartet hatte. Inzwischen über eine Million Seitenaufrufe sind mehr als nichts, auch wenn das ein gutes Dutzend Jahre dazu brauchte. Meinen Dank dafür.

Falls hier Besucher darunter sein sollten, die sich generell für Mitwirkung oder auch Werbung in Zusammenhang mit dem künftigen Projekt interessieren, würde ich mich über eine erste Kontaktaufnahme freuen. Darüberhinaus werden Sie an dieser Stelle in den kommenden Monaten auch noch mehr dazu erfahren.

So weit für heute, Ihnen Alles Gute & blieben Sie gesund,

Jürgen Scheffler, 16.06.2020

 


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(2020) www.cogitosum.de
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