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Hart, härter - Hartz PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 23
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 19. August 2007
Beitragsinhalt
Hart, härter - Hartz
2: Fallbeispiel - Vorgeschichte
3: Fallbeispiel - Die Sanktion
4: Fallbeispiel - Die Rechtsfolgen
5: Frau G. wehrt sich
6: Die "große" Ehrung
7: Vorläufiges Resultat
8: Abschließende Bewertung

 

Die "große" Ehrung...

 

Am Freitag danach: die "Sanktions-Bearbeiterin", Frau Y.-Z., meldet sich bei Frau G. Obwohl nach vorheriger Amtskommunikation für Frau G. eigentlich nicht zuständig, erkundigt sie sich, ob Frau G. ihren 1€-Job noch mache. Sodann überschüttet Frau Y.-Z. unsere geplagte Frau G. mit einer, wie sie mündlich in nicht ganz lupenreinem Deutsch formuliert - "großen Ehre". Sie "dürfe" an einem Kurs teilnehmen, der sehr teuer sei - und wo Y.-Z. nur einen einzigen Platz zu vergeben habe und dabei "natürlich" gleich an Frau G. gedacht habe, weil sie sich ja so eifrig bewerbe. Ihren 1€-Job soll Frau G. nunmehr aufgeben und gleich am folgenden Montag habe sie bei diesem wahnsinnig tollen "Kurs" zu erscheinen. Zynismus in einer nicht mehr zu überbietenden Form...

Denn: Bei diesem angeblich so "tollen" Kurs, der eine so wunderbare "Ehre" darstelle, handelt es sich um nicht anderes als die "Arbeitsfabrik" im nahen Markdorf. Wir berichteten bereits mehrfach über diese höchst dubiosen Einrichtungen, die seit 2006 bundesweit aus dem absurdistanischen Boden schießen wie Pilze aus dem Waldboden. Frau G. kann sich nun wirklich "geehrt" fühlen, denn nunmehr wird sie auch die paar Euro von ihrem 1€-Job nicht mehr haben - dafür aber im 14-Tage Turnus unter für viel öffentliches Geld out-gesourcter Aufsicht das machen dürfen, was eigentlich ein Teil der Aufgaben des Atmes wäre - nach möglichen Stellen zu suchen. Daneben natürlich: Bewerbungen schreiben - also genau das, was Frau G. ohnehin schon immer tat. Hier bliebt nur Sarkasmus: Man kann ja verstehen, dass die von ihrer achso wichtigen Sanktionstätigkeit total überbeanspruchte Behörde selbst für rudimentäre Formen von Vernunft einfach zu überlastet ist. Sie scheint nur noch für das "Treten" der Arbeitslosen zuständig - die sich dann in den Arbeitsfabriken selbst "helfen" dürfen, allerdings mit der "kleinen" Beigabe, dass hierbei irgendwelche Unternehmerverbände eine Menge Kohle einsacken.

Frau G. wusste all dies noch nicht, als sie beim Versuch, sich einen Anwalt zu nehmen, auf weitere interessante Erfahrungen stößt. In Friedrichshafen - dem Sitz der Kreisverwaltung des Bodenseekreises - schien keiner der wenigen Fachanwälte für Sozialrecht bereit, ihren Fall zu übernehmen. Sind wir hier etwa auf eine der Ursachen für die ominöse juristische "Siegesserie" des ortansässigen Amtes gestoßen? Wenn denn diese behauptete Serie stimmen sollte - wird sie demnächst allerdings ein jähes Ende finden. Frau G. gelang es inzwischen, einen kompetenten Rechtsbeistand aus einer anderen Stadt zu beauftragen und der gesamte Vorfall wird nun sein juristisches Nachspiel bekommen.

 


 


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