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Hart, härter - Hartz PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 23
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 19. August 2007
Beitragsinhalt
Hart, härter - Hartz
2: Fallbeispiel - Vorgeschichte
3: Fallbeispiel - Die Sanktion
4: Fallbeispiel - Die Rechtsfolgen
5: Frau G. wehrt sich
6: Die "große" Ehrung
7: Vorläufiges Resultat
8: Abschließende Bewertung

 

Das vorläufige Resultat

 

Frau G hat derweil immer noch einige Wochen ihrer "Sanktion" durchzustehen - die sich dank der "großen Ehrung" durch Frau X.-Y. wegen des jetzt auch noch fehlenden Geldes aus dem 1€-Job gleich noch ein wenig härter anfühlt. Tag für Tag geht sie unterdessen in die "Arbeitsfabrik" und macht dafür dort zusammen mit 19 anderen "Kollegen" einen Teil der Arbeit des Amtes - natürlich zum Nulltarif versteht sich.

Frau G. ist eine tatkräftige und energische Persönlichkeit. Sollte es ihr gar - was nicht unwahrscheinlich ist, sofern sie ausreichend Zeit an einem freien PC ergattert (zu Hause hätte sie zwar einen in Vollzeit, aber wen interessiert das schon...) gelingen, während des Zeitraums ihrer "Abordnung" zur Arbeitsfabrik (also auch in den sogenannten "Heimarbeits-Phasen") irgendwo einen Job zu finden, wird auf jeden Fall reichlich "Belohnung" ausgeschüttet - natürlich nicht über sie, sondern über das BFZ - dem Betreiber der "Arbeitsfabrik". Dies nämlich erhält für jeden seiner Schützlinge auf Zeit, der einen Job findet, satte 500 Euro - und gleich noch einmal 500 Euro, wenn nach 6 Monaten der Schützling immer noch im Job ist. Dies natürlich - wie könnte es in Absurdistan anders sein - völlig unabhängig davon, ob der Job nun den Aktivitäten der Arbeitsfabrik zu verdanken ist oder nicht.

Neben ohnehin schon geschätzt 16.000 € pro Monat wechseln hier also noch einmal Tausend Euro den Besitzer - und strömen über ein undurchsichtiges Geflecht aus gemeinnützigen und normalen Firmen hin zu bayrischen Unternehmerverbänden. Frau G. hat man ungerechtfertigt 312 Euro vom kargen ALGII abgezogen und sie um ihr bischen Geld aus dem 1€-Job gebracht, damit sie vorerst als Goldesel für anscheinend völlig verarmte Unternehmerverbände dienen kann. So kann "Fördern und Fordern" in Absurdistan real eben auch aussehen. Und das Schönste: An der Statistik der Langzeitarbeitslosen nimmt Frau G. weiterhin - wie alle ihre "Kollegen" auch - natürlich nicht mehr teil.

Diese Bewunderung absurdistanischer Pracht und Macht wäre nicht vollständig, würden wir nicht an die Firma S. erinnern - denn Herr S. wollte eigentlich nichts weiter, als eine Praktikantenstelle nach seinen Vorstellungen zu besetzen. Resultat: Herr S. durfte sich mächtig ärgern, musste Schreiben verfassen und darf womöglich demnächst in den Zeugenstand. Mancher Unternehmer würde bei dem Ganzen genau das "Lernen", was der intelligenzfreie Spießermund schon immer behauptete: Arbeitslose einzustellen, bereitet doch nichts als Ärger... So wunderbar kann Arbeitsmarktpolitik in Absurdistan funktionieren - mit Kanzlerin Merkels Worten: Es läuft förmlich wie "geschmiert"

 


 


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