Samstag, 29. Februar 2020

Satiraden

Oettinger stürzen... Satire. "Oettinger stürzen" wird unter Langzeitarbeitslosen als "Running Gag" immer beliebter. Wie diese Meldung einmal mehr zeigt...  weiter...


Gegendarstellung (Real-Satire) Diesem Stern-Beitrag des Monats Januar lag ein bedauerlicher Irrtum zugrunde und er wurde daher kürzlich vom Stern gegen dargestellt.  weiter...


WIESO Tipp (Real-Satire) Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam aber gründlich - sagt man ihnen nach. Wie man am Ausgang des Skandal-Prozesses um die Berliner Landesbank (der Spiegel berichtete hier) erkennen kann, wurde am Ende aber doch alles gut...  weiter...


Mitmachen im CogitoSum-Forum!


Wieder und wieder... (Real-Satire) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit gelang der FTD gestern am 20.03.2007 der erste Feldtest eines völllig neuen Prototyps für den politischen Beitrag der Zukunft.  weiter...


Text Anzeige

Websuche

Ihr Weltbild...

...darf nicht das Eigentum kommerzieller Medien bleiben. Fördern Sie CogitoSum durch Weitersagen, Mitmachen oder gerne hier auch durch Spenden:

Kritisches Berichten kostet viel Arbeit. Jeder Beitrag hilft, weiter zu machen und ist willkommen. Vielen Dank.

powered_by.png, 1 kB

Startseite arrow Dokumentationen arrow Ende der Unschuld
Ende der Unschuld PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 5
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 6. August 2006
Beitragsinhalt
Ende der Unschuld
2: Das Inferno
3: Warum?
4: Obskure Umstände
5: Nagasaki
6: Resultate
7: Die Frage nach dem Warum
8: Fazit

Resultate


Zeit die Frage zu stellen, was haben die beiden Atombombenabwürfe gebracht? Abgesehen von zigtausendfachen Leiden und Qualen bleibt aus heutiger Sicht nur die erschütternde Antwort: Nichts - zumindest was den Krieg mit Japan angeht. In der nachher zusammen geflickten Legende der offiziellen Meinung ist zwar von dem entscheidenden Impuls für die Kapitulation Japans schlechthin die Rede, doch dürfte man dies getrost ins Märchenbuch heften.

Die Kriegslage im August 1945

 

 

Militärisch waren die beiden Einsätze fragwürdig - zwar beherbergte Hiroshima das Hauptquartier einer japanischen Armee - doch hätte dieses auch gezielter bekämpft werden können, ebenso wie das angebliche Ziel einer Marinewerft in Nagasaki, das zudem aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen um einiges verfehlt wurde. Beim ganz überwiegenden Teil der Opfer handelt es sich - in nahtloser Tradition zu den seit Jahren schon praktizierten konventionellen Terrorangriffen in Japan wie zuvor in Deutschland - um Zivilisten, vor allem Alte, Frauen und Kinder. Sowieso hatten die USA alle militärischen Trümpfe längst in der Hand. Völlige See- und Luftherrschaft hätten Japan auch ohne weitere groß angelegte Landemanöver kurz über lang in den Zusammenbruch getrieben - vor allem in Anbetracht des unmittelbar bevorstehenden Kriegseintritts der Sowjetunion, der sich allein wegen strittiger Zusagen an Stalin verzögerte.

Die Flugroute von Tinian nach Japan

 

 

Das Argument der amerikanischen Generalität für den Nagasaki-Abwurf nur 3 Tage nach Hiroshima steht auf tönernen Füßen: als Begründung wurde die japanische Nichtreaktion auf Hiroshima angegeben - doch muss den Generälen eigentlich auch klar gewesen sein, dass die japanische Führung zu diesem Zeitpunkt nicht einmal annähernd einen Überblick über das haben konnte, was in Hiroshima wirklich geschehen war. Fest steht weiter, dass offenbar auch Nagasaki Japans Führung nicht in die sofortige bedingungslose Kapitulation zwingt. Eher das Gegenteil tritt ein: Fanatisierte japanische Offiziere widersetzen sich zunehmend der Kapitulatonslinie der Politik. Viele von ihnen begehen rituellen Selbstmord, als der Tenno zugunsten einer Kapitulation eingreift. Zur Kapitulation Japans am 15. August 1945 kommt es schließlich, als die USA den Japanern verdeckte Zugeständnisse machen, die möglicherweise - wären sie zuvor gemacht worden - den Krieg schon vorher beendet hätten. Was sicher eine entscheidende Rolle spielte, dürfte eher der am 8. August 1945 erfolgte Kriegseintritt der Sowjetunion gewesen sein. Noch am selben Tag bricht eine lang vorbereitete Sowjet-Offensive gegen die von den Japan besetzte Mandschurei los - Stalin will auch von diesem Kuchen noch etwas abgekommen. Ein Blick auf die Karte weiter oben macht klar, dass die in kürzester Zeit zu erwartende Befreiung des japanischen Erzrivalen Korea dem Rest des großjapanischen Reches das Rückgrat gebrochen hätte.

 

Ein weiteres Indiz für erhebliche Ungereimtheiten ist sicher in den nachher bewusst lancierten Horrorszenarien von angeblich unvermeidlichen Landungen auf den japanischen Hauptinseln zu sehen, in denen von bis zu 1 Million Opfer unter den US-Soldaten fabuliert wurde. Führende Köpfe aus US-Militärs und Politik jedenfalls distanzierten sich in der öffentlichen Diskussion der Folgejahre vielfach von einer militärischen Notwendigkeit der beiden Atombombenabwürfe.




 

Anzeigen





Creative Commons License
CogitoSum Inhalte stehen sofern nicht anders ausgewiesen unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Lizenz.
(2020) www.cogitosum.de
Diese Seite wurde in 0.023783 Sekunden generiert