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Medienkrise PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Donnerstag, 25. Februar 2010

Gestern am 24.02.2010 veröffentlichte der Stern diese Meldung ( Link ) Hiernach hat die aus dem Burda-Verlag stammende Illustrierte die "BUNTE" das Unternehmen CMK Group damit beauftragt, "Bilder über Affairen von Politikern zu beschaffen". Was auf den ersten Blick eher harmlos daher kommt - schließlich ist dieses Vorgehen in der Klatsch-Presse gang und gäbe - gewinnt an Brisanz, wenn sich die Sache etwas näher ansieht. Erstens: Mit Müntefering, Lafontaine und wohl auch Seehofer sind besonders profilierte Politiker betroffen. Zweitens gibt es ein rechtstaatliches Problem mit den Mitteln, die CMK einsetzte um ihrem Auftrag nachzukommen. Observation, Observationswohnungen und allerlei weitere Tricks kamen nach Aussage ehemaliger CMK Mitarbeiter zum Einsatz. Gleich was die BUNTE von sich gibt - dies übersteigt einsehbar den Umfang einer "Fotorecherche". Warum das ist so ist - und warum dahinter etwas steckt, worüber man am liebsten nicht sprechen möchte, legt ein Blick auf das Angebot der CMK Group schnell offen...

Das Unternehmen CMK Group schreibt auf seiner Webseite - und zwar NICHT unter der Sparte CMK-Images - sondern auf den Seiten der anderen Teile seines Angebots ( Auszüge: Quelle )

In Zeiten knapper Kassen sind Grenzen redaktioneller Kapazitäten selbst für die besten Redakteure schnell erreicht.

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Die Welt schreibt dazu: ( Link )

"Bunte“ soll der Berliner Presseagentur „CMK Images“ gut eine Viertelmillion Euro dafür gezahlt haben, Fotos zu besorgen, mit denen sich Affären der Politiker nachweisen lassen.

Nicht zuletzt angesichts der Honorarhöhe, aber auch angesichts der Auslobung des obigen Dienstleistungsspektrums, darf wohl bezweifelt werden, dass die Bunte-Aufträge wirklich an CMK-Images gingen, wie die Welt in ihrem Artikel so kommentarlos nahelegt. ... Mit gutem Grund: denn...

CMK wird offenbar von den meisten namhaften Medien beauftragt. Dies hat zur Folge, dass die CMK Group damit in eine Position gerät, maßgeblichen Einfluss darauf zu nehmen, was wann wie im deutschen Blätterwald erscheint. Da werden die Eigentumsverhältnisse der CMK Group doch direkt interessant...

Doch zurück zur Bunten und ihrer Chefredaktuerin Patricia Riekel.

Die Welt schreibt hierzu: "Die Chefredakteurin der Bunten, Patricia Riekel, ließ die Vorwürfe gestern zurückweisen. Ihr Blatt habe lediglich eine „journalistische Fotorecherche“ in Auftrag gegeben..."

Diese scheinheilige Aussage muss wütend machen. Unabhängig von den durch CMK eingesetzten Mitteln: Der Vorfall macht beklemmend deutlich, dass man sich offenbar nicht einmal mehr darauf verlassen kann, dass dort wo "BUNTE" drauf steht, auch noch "BUNTE" drin ist. Ein großes Medium, das seine Kernkompetenz - die Recherche - derart outsourct, befindet sich in Mutation zum Anzeigenblatt. Diese werden für gewöhnlich kostenlos verteilt...

Gottseidank hält der Kapitalismus hier für Bürger einen unkomprimmitierbaren Mechanismus bereit, seine Besorgnis zum Ausdruck zu bringen: Einfach liegenlassen ... am Zeitungsstand.

Vielleicht wird Frau Riekel dann mal klar, dass man insbesondere als Journalist das Publikum nicht derart offensichtlich für dumm verkaufen sollte...


 

 

 

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(2017) www.cogitosum.de
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