Freitag, 22. Januar 2021

Satiraden

Oettinger stürzen... Satire. "Oettinger stürzen" wird unter Langzeitarbeitslosen als "Running Gag" immer beliebter. Wie diese Meldung einmal mehr zeigt...  weiter...


Gegendarstellung (Real-Satire) Diesem Stern-Beitrag des Monats Januar lag ein bedauerlicher Irrtum zugrunde und er wurde daher kürzlich vom Stern gegen dargestellt.  weiter...


WIESO Tipp (Real-Satire) Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam aber gründlich - sagt man ihnen nach. Wie man am Ausgang des Skandal-Prozesses um die Berliner Landesbank (der Spiegel berichtete hier) erkennen kann, wurde am Ende aber doch alles gut...  weiter...


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Wieder und wieder... (Real-Satire) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit gelang der FTD gestern am 20.03.2007 der erste Feldtest eines völllig neuen Prototyps für den politischen Beitrag der Zukunft.  weiter...


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Reform der Reform der... PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 23. September 2006
Beitragsinhalt
Reform der Reform der...
2. Was lief falsch?
3. Gesundheitsreform heute
4. Ungeckte Zukunftsschecks
5. Fazit

Ungedeckte Zukunftschecks


Viele Mitglieder unserer Gesellschaft unterliegen der Illusion, allmonatlich mit ihrer Gehaltsabrechnung Nachhilfe-Unterricht in Fragen des Sozialwesens zu erhalten. Besonders privat versicherte Leistungsfähige und Erfolgreiche um die 30 können sich da nämlich selbst auf die Schulter klopfen - wie klug und eigeninitiativ sie doch sind, weil sie im Vergleich zum gesetzlich Versicherten eine beträchtliche Summe sparen und dazu sich dazu noch einer wesentlich besseren Versorgung sicher wissen. Der Gutverdiener in der gesetzlichen Kasse scheint der Dumme...


Das als bürokratisch und ineffizient gescholtene Staatssystem aber wickelt in Wahrheit ein ganz anderes gesellschaftliches Aufgabenspektrum ab, als eine private Krankenkasse. Dies erfährt unser Leistungsträger schon dann, wenn er vielleicht noch seinen Ehepartner absichern möchte, der sich womöglich um die Erziehung gleich mehrerer gesellschaftlich so heiß erwünschter Kinder kümmert. Dann nämlich ist der Kostenvorteil der Privat-Versicherung schneller futsch als man gucken kann. Vergleichbares gilt für das Alter - einen nicht unerheblichen Teil seiner Altersbezüge kann unser Leistungsträger dann nämlich heute schon für die Aufrechterhaltung seiner privaten Krankenversicherung einplanen, zumal gesetzliche Kassen ihm zu Recht eine Rückkehr in die gesetzliche Versicherung kurz vor oder nach Beginn seines Rentnerdaseins verwehren.


Angesichts des Ganzen erhebt sich die Frage nach dem Sinn einer privaten Krankenvollversicherung überhaupt. Deren Markt nämlich macht kaum 10% des gesamten Gesundheitsmarkts aus, dessen ungeachtet aber ziehen die Privaten sich fortwährend die "besten" Risiken an Land, während das Staatssystem für alle möglichen Problemfälle grade zu stehen hat. Wirkungsvoller kann man ein staatliches System nicht aushöhlen. Dabei sollte sich unsere Bevölkerung sowie die meinungsmachenden Medien genau überlegen was sie da wollen oder tun. Wenn es ihnen wichtiger ist, künftig Konzerngewinne und schwachsinnige Werbung sowie spitzfindige Vertragsgestaltung und Kampfrabatte zu finanzieren, als Versicherungsschutz für Ehefrauen, Kinder, Arme und Alte, dann muss sie die Private Lösung wählen. Ein Sachverhalt übrigens, der sich übrigens fast ohne Abstriche so auch auf die private Altersvorsorge übertragen lässt.


Die heutigen Prediger der Selbstverantwortung "vergessen" oder sagen wir genauer, unterschlagen nämlich bewusst die Archilles-Ferse der von ihnen so offensiv propagierten privaten Absicherung. Alles und jedes dort ist an die Entwicklung der Kapitalmärkte gebunden. Sollten sich hier einmal Verwerfungen ergeben, wozu die maroden Verhältnisse allein in den USA schon seit einiger Zeit genügend Anlass geben, wird aus dem ehedem glänzenden Privatangebot schlagartig kleinbedrucktes Papier, dass sich bestenfalls noch für die Klorollenhalterung eignet. Und von sowas wird man weder satt noch gesund, noch schafft dies Arbeitsplätze.



 


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