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Geld regiert die Welt PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 27. September 2006
Beitragsinhalt
Geld regiert die Welt
2. Symptomatik
3. Gesellschaftsbegriff
4. Historische Entwicklung
5. Heutige Konfrontation
6. Die großen Lügen
7. Gegenprogramm

Symptomatik

Schon eine kurze Analyse heutiger Verhältnisse unter den zuvor genannten Aspekten könnte einen in hoffnungslose Depression verfallen lassen. Von übergreifender Zukunftsorientierung oder auch nur konsequentem Willen zur Zukunftsgestaltung kaum eine Spur - vielmehr aber scheint dafür der Rückfall in fast schon mittelalterlich geprägte Denkschemata des Feudalismus programmiert, obwohl uns jahrtausendelange Erfahrung eines lehrte: Nichts lähmt den Fortschritt einer Gesellschaft so sehr, wie gesellschaftsweite Konflikte und Auseinandersetzungen. Dem Unsinn des Krieges nach außen gleicht der Unsinn des Krieges nach innen bis aufs Haar. Doch die alten feudalen Denkschemata scheinen noch allzu gut verhaftet im kollektiven Gedächtnis.

Mutwillig und unbelehrbar zerstört derweil vor allem die westliche Welt fortwährend die Lebensgrundlagen Aller auf diesem Planeten und verbraucht einen Großteil dessen eigentlich Allen zustehenden Rohstoff-Ressourcen. In gleicher Weise überzieht sie die Welt mit militärischen Auseinandersetzungen zur gewaltsamen Durchsetzung und Absicherung ihrer fragwürdigen Ziele. Die ihrem eigenen Trugbild von sich selbst erlegenen Gesellschaften stehen so nach nur wenigen Jahren "Neuer Politik" in ihrem eigenen Inneren am Rande sozialer Konflikte von Ausmaßen, wie es sie seit den Revolutionen vergangener Jahrhunderte nicht mehr gegeben hat.

Diese Symptomatik wird in der viel gescholtenen islamischen Welt aus zwei Gründen sehr viel deutlicher gesehen, als es dem übersättigten Europäer oder US-Amerikaner möglich ist. Erstens verfügen diese Gesellschaften im Gegensatz zu den unseren durch ihre noch vorhandene religiöse Orientierung über ein vielleicht fragwürdiges, aber wenigstens noch  vorhandenes Wertesystem jenseits des Preisschildes und zweitens nehmen die meisten Muslims an den weniger reichlich gedeckten Tischen dieser Welt Platz, dort also, wo sich die Brüche unseres für so überlegen gehaltenen "Systems" sehr viel deutlicher offenbaren als hierzulande.

So gesehen ist es kein Wunder oder unglückliche Fügung mehr, dass nach Ende der bipolaren Welt - Kapitalismus gegen Kommunismus - die Demarkationslinien vermehrt entlang der Grenzen zwischen unsinnigem Reichtum und bitterer Armut verlaufen. Die Rolle von Marxismus und Kommunismus werden in diesem Zusammenhang noch genauer zu analysieren sein. Für den Moment sollen zwei Feststellungen dazu genügen: 1. Diese Ideologien haben ihre Unbrauchbarkeit bereits hinreichend unter Beweis gestellt und 2. sind sie in Wahrheit gar keine umfassenden Gesellschaftstheorien, sondern eher unvollständige Artefakte einer solchen.

Was zu den wenigen positiven Elementen in der Symptomatik zählen mag, sind einzelne Teilaspekte in unseren westlichen Gesellschaften, die es zu einer Art Allgemeingut gebracht haben. Hier sind vor allem eine weit verbreitete Verachtung gegenüber dem äußeren Krieg und eine nicht minder weit verbreitete Sorge um unsere Umwelt zu nennen. Hier konnten sich zwei Einzel-Ideen, welche eng mit der Zukunftsfähigkeit der Menschheit verknüpft sind, in unseren Gesellschaften zumindest etwas Bahn brechen. Wohl nicht zuletzt auch wegen der kollektiv-traumatischen Erfahrung, die der zweite Weltkrieg für uns Europäer darstellt.

Sind die alles andere als beruhigenden Symptome schon vielgestaltig, so sind es die Einflussfaktoren und die Einfluss Nehmenden noch viel mehr. Wir haben heute nicht mehr die Gesellschaften der vorindustriellen Zeit, gleich wohl aber basieren Denkansätze in der Staatsphilosophie noch heute massiv auf gedanklichen Errungenschaften der Aufklärung. Seit dem ist nahezu Stillstand zu verzeichnen - dieses Beinahe-Vakuum ist ein gefundenes Fressen für jene, die diesen Zustand aus ganz nahe liegenden Interessen unbedingt beibehalten und wenn möglich sogar noch ausbauen wollen. Unsere Gesellschaften sind im Umbruch - weg von der industriellen Produktionsgesellschaft hin zu... ja - wohin bloß? Informationsgesellschaft wäre vielleicht eine akzeptable Beschreibung.



 

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(2017) www.cogitosum.de
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