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Zukunft der Sozialsysteme (1) Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 6
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 18. November 2006
Beitragsinhalt
Zukunft der Sozialsysteme (1)
0. Modell - Beschreibung
1. Heutige Situation
2. Demographisch korrekte Situation heute
3. Systemgrenzen und Wirtschaftsdogmen


 

0. Einführung in das Rechenmodell


Uns interessiert zunächst nicht, ob nun Familie, Staat oder Wirtschaft einen Lebensabschnitt organisiert und auch Steuersätze, Sozialabgaben oder Vermögen sind im Detail nicht von Interesse. Vermögen sind ohnehin viel zu ungleich verteilt, als dass man sie als Finanzquelle für allgemeingültige Lebensentwürfe berücksichtigen könnte. Nur solch allgemeiner Entwurf aber kann sich Grundlage für gesellschaftlichen Konsens eignen. Auch nutzt es der Gesellschaft wenig, wenn eine 2 Mio-Gruppe gutgestellt ist - und es den meisten der anderen 80 Mio schlecht geht. Solche Mirkodetails vernachlässigen wir. Die Frage der Alterversorgung indes stellt sich für jeden Menschen - für jedes Mitglied der Gesellschaft.


Sonst könnte man auch Altersvorsorge auf der Basis betreiben, dass ein Mensch ja viele Jahre lang im Lotto spielen - und gewinnen - kann. Immerhin herrscht da die heute so gern berufene Chancengleichheit. Wir haben hierzulande gesetzlichen Zwang zur Teilnahme am staatlichen Rentensystem - verbunden mit erheblichen Zahllasten in Form von Sozialabgaben. Dies beinhaltet eine implizite Anforderung bezüglich Gerechtigkeit - denn Gesetze dürfen nicht - anders als private Regelungen - zu Ungerechtigkeiten führen. Deswegen bilden den ganzen Pille-Palle privatrechtlicher Vertragsgestaltung nicht ab - und auch keine Verwaltungskosten. Wir nehmen das Umlagesystem quasi beim Wort: diejenigen die arbeiten, zahlen für die Transferleistungen an Rentner, an die junge Generation und an die Arbeitslosen. Dies führt zu einem einfachen, relativ übersichtlichen Rechenschema, an dem die wesentlichen Zusammenhänge dennoch gut erkennbar hervortreten.


An der maximal möglichen Leistung eines Indivduums ändert die Organisationsform notwendiger Transferleistungen sowieso wenig. Diese misst sich im Grunde an der Zeit, die das Individuum zur Erbringung kollektiver Leistung (=Arbeit) verfügbar macht - und hierin ist sie auch begrenzt. Wie das genau geschieht, ist nebensächlich - Kapital und Kapitalerträge werden ganz ausgeblendet, da ihnen im wesentlichen immer nur Arbeitsleistung gegenüber stehen kann, die irgendwo (u.U. auch im Ausland) erbracht wird. Auch wenn es immer wieder behauptet wird - Kapital lebt nicht und kann sich infolgedessen auch nicht selbst vermehren. Was sich ändern kann, sind lediglich die durch Arbeit geschaffenen Werte, der Vorrat an solchen Werten sowie die Bewertungsmaßstäbe - also der Geldwert gegenüber eingebrachter menschlicher Leistung in Form aktueller Arbeit (Neu) oder "gespeicherter" Arbeit (Vorrat).


Für unser Modell hier setzen wir - der Klarheit halber - einen über die Lebenszeit konstanten Geldwert voraus. Einer unserer "Euros" hier ist also zu Beginn eines Lebenszeitprofils genau gleich viel wert, wie zu dessen Ende. Die Wertansätze orientieren wir an heute üblichen Beträgen - zumeist Mittelwerte ohne nähere Abbildung irgendwelcher Verteilungsfunktionen. So ist gewährleistet, dass sich Zahlen ergeben, unter denen man sich heute auch etwas vorstellen kann. Die Annahme der Wertkonstanz erscheint zulässig, denn uns interessieren ja die heutigen Werte von dem, was ein Individuum im Laufe seines Lebens leisten KANN und was die Gesellschaft an Transferleistungen für dieses Individuum im Verlauf des in ihr gültigen Lebensentwurfes erbringen MUSS.


Arbeitslosigkeit berücksichtigen wir mit einem einfachen prozentualen Abschlag von der möglichen Lohnsumme nur in den einfachen aus der Lebenszeitrechnung abgeleiteten Jahresrechnungen. Wir erfassen also die Geldströme in unserem Spezial-Euro sowohl in lebenszeitlicher wie in jährlicher Betrachtung. Zur Erhaltung der Übersichtlichkeit wollen wir unterschiedliche Lebensentwürfe auf nur zwei gängige Lebenszeitprofile abbilden - eines mit einer gewerblichen Berufsausbildung und eines mit einem Studium. Ersteres nennen wir der Anschaulichkeit halber "Arbeiter" und das zweite "Akademiker".


Daneben verfolgen wir den Geldwert des Grundbedarfs, den ein Mensch hierzulande heute hat und die Arbeitsstunden, die er im Laufe seines Lebens leisten kann. Für alimentierte Phasen führen wir ein Stunden-Äquivalent ein (in den Tabelle immer kursiv) - allein um eine Vorstellung von den Größenordnungen zu ermöglichen. Nach Geschlechter-Rollen wird nicht unterschieden - die drei großen K finden im Modell nicht statt. Arbeitsunfähigkeit oder Krankheit sowie die vielen weiteren Mikrodetais zu Arbeitsmarkt und Transferleistungen werden vernachlässigt - ebenso wie das gesamte Gesundheitssystem (uns interessieren hier vor allem die Zusammenhänge in Sachen Rente). Familien, Ehen, Erbschaften etc. werden nicht berücksichtigt - wir betrachten jedes Individuum als auf sich allein gestellt.



 

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