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Ende der Unschuld PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 6. August 2006
Beitragsinhalt
Ende der Unschuld
2: Das Inferno
3: Warum?
4: Obskure Umstände
5: Nagasaki
6: Resultate
7: Die Frage nach dem Warum
8: Fazit

Obskure Umstände


 

Nur drei Wochen waren vergangen seit der ersten Zündung einer solchen Waffe überhaupt. Beim so genannten Trinity-Test in der Wüste des US-Staates New Mexiko zwischen Alamogordo und Albuquerque war am 16. Juli 1945 die erste Atombombe der Geschichte gezündet worden. Vor der Öffentlichkeit verborgen setzte sie dort eine Sprengkraft von 21 kT frei und überzog einen ganzen - allerdings kaum bewohnten - Landstrich mit radioaktiver Verseuchung.

 

Der erste Atombombentetest "Trinity" am 16.07.1945 in der Wüste von New Mexico


Die Hiroshima-Bombe "Little Boy" folgte einem anderen Konstruktionsprinzip als die beim Trinity-Test und später in Nagasaki verwendeten Bomben, dessen Handling als nicht unproblematisch galt. So groß war der Respekt vor der Unsicherheit dieses Designs, dass "Little Boy" erst im Anflug auf Hiroshima an Bord der Enola Gay fertig montiert wurde. Erfahrungen über Atmosphärenzündungen bestanden nicht, somit war nicht einmal die Sicherheit der abwerfenden Maschinen garantiert.


 

Aber die Auswertungen des Trinity-Tests konnten auch gar nicht allzu weit gediehen sein, als noch am selben Tag [ 1 ] der schwere Kreuzer CA-35 "Indianapolis" in geheimer Mission mit etwa 90% der Uranmasse für "Little Boy" an Bord in See sticht. Die gefährliche Fracht wird 10 Tage später auf Tinian, der Basis von Tibbets Staffel, gelöscht.

US-Navy Kreuzer Indianapolis - eine Geheimmission bedeutete den Tode für viele Schiffbrüchige

 

 

Episode am Rande: Die "Indianapolis" sinkt 4 Tage später durch Torpedotreffer des japanischen U-Boot I-58 in der philippinischen See. Der hohe Geheimhaltungsgrad behindert die Rettungsmaßnahmen. Von den etwa 900 der insgesamt 1.196 Besatzungsmitglieder, die den Untergang überleben, werden nur 317 gerettet. Noch schlimmer: der US-Navy war bekannt, dass japanische U-Boote in der Region kreuzten. Dennoch befiehlt man die Indianapolis ohne jede Eskorte zum Verband des Schlachtschiffs Idaho (ein einmaliger Akt im ganzen Krieg [ 2 ] ). Die "Indianapolis" wird für zwei Wochen - bis zum Tage der Bekanntgabe der japanischen Kapitulation - zu einem Geisterschiff. Erst dann wird ihr Verlust bekannt gegeben. Der Gipfel: der Kommandant der Indianapolis, Captain McVay (Filmtipp), wird nach Kriegsende vor einem Marinetribunal der Vernachlässigung seiner Dienstpflichten für schuldig befunden, weil er angeblich Ausweichmanöver nicht in der korrekten Form befohlen hätte.



 

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