Mittwoch, 29. März 2017

Satiraden

Oettinger stürzen... Satire. "Oettinger stürzen" wird unter Langzeitarbeitslosen als "Running Gag" immer beliebter. Wie diese Meldung einmal mehr zeigt...  weiter...


Gegendarstellung (Real-Satire) Diesem Stern-Beitrag des Monats Januar lag ein bedauerlicher Irrtum zugrunde und er wurde daher kürzlich vom Stern gegen dargestellt.  weiter...


WIESO Tipp (Real-Satire) Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam aber gründlich - sagt man ihnen nach. Wie man am Ausgang des Skandal-Prozesses um die Berliner Landesbank (der Spiegel berichtete hier) erkennen kann, wurde am Ende aber doch alles gut...  weiter...


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Wieder und wieder... (Real-Satire) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit gelang der FTD gestern am 20.03.2007 der erste Feldtest eines völllig neuen Prototyps für den politischen Beitrag der Zukunft.  weiter...


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Gesamtinhalt
VISION-D Nur Einigkeit macht stark...
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 25. Oktober 2015
Liebe Cogitosum-LeserInnen. Nochmals bedanke ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Lesern, die sich in all den Jahren trotz der schweren Kost auf CogitoSum eingelassen haben. Wie sie wissen befindet sich COGITOSUM nunmehr seit Längerem im Archiv-Zustand - d.h. es wird nur noch der Bestand an Beiträgen ausgegeben, wie er bis ca. 2011 entstanden ist. Da ich aktuell und bis auf weiteres sehr wenig Zeit habe, wird das wohl leider auch so bleiben. Ich will Ihnen aber keineswegs verheimlichen, WARUM meine Zeit so knapp ist...   und zwar deswegen:



Berlin, 3. Oktober 2015. An einem tollen Oktobertag wurde der Verein für politische Innovation in Deutschland - VISION-D - unter anderen auch von mir mit gegründet. Der Grundgedanke ist, Menschen zusammen zu bringen, die sich bislang in verschiedenen politischen Lagern beheimatet fühlen und mit ihnen die Basis für eine neue Politik zu schaffen, hiner der sie ALLE stehen können. Nötig ist dies deswegen, weil die Vorgänge in Berlin und Brüssel sowie um ESM, Griechenland die weitgehende Aushebelung der Demokratie in Westeuropa bereits in die Wege geleitet haben - der bevorstehende Abschluss des TTIP-Abkommens mit den USA wird dies vervollständigen und die Demokratien Westeuropas defakto einer KONZERN-DIKTATUR unterwerfen.Angesichts dessen darf es bei den demokratischen Kräften keine Zersplitterung mehr geben... Wir ALLE müssen uns für die Wiederherstellung und Absicherung unserer Demokratien engagieren und diesen Umsturzversuch durch das Finanzkapital zurück schlagen. Und danach kann man dann wieder mit der Lupe nach Unterschieden zwischen den Demokraten auf die Suche gehen...

 

Der Verein betreibt eine nicht-öffentliche Online-Plattform, für die jedes Vereinmitglied einen Zugang bekommt, um dort in einem wiki-artigen System an Themenkomplexen und Entwürfen für neue Politik mitzuarbeiten. Die Startseite der Vereinplattform finden Sie unter dem Link: http://www.vision-d.org/start   Die Vereinsführung veröffentlicht sporadisch Arbeitsergebnisse und andere Publlikationen, mit denen der Verein auf sich aufmerksam machen und Teile seiner Arbeit der breiteren Öffentlichkeit vorstellen will. Zur längerfristigen Kostendeckung des Vereins selbst - sowie ab einer gewissen Größe auch Unterstützung vergleichbarer Bewegungen und Aktionen erhebt der Verein einen einheitlichen Mitgliedsbeitrag von 2,00 Euro im Monat. Registrieren kann man sich unter dem Link: http://www.vision-d.org/doku.php/start?do=register

 

Mit dem Beitritt erkennt jedes Mitglied die Grundsatzerklärung von VISION-D an. Neben der Schaffung einer Basis für die Zusammenarbeit soll damit auch eine Unterwanderung des Verein durch demokratiefeindlichen Kräfte vorgebeugt werden. Zudem ist der Verein organisatotisch  gegen Unterwanderung abgesichert und soll dauerhaft überwiegend mitgliederfinanziert bleiben. In dieser Erklärung sagt VISION-D über sich selbst (Zitat): "Unsere Bewegung ist in gängige politische Schubladen nicht einzuordnen. WIR sind NICHT links, nicht rechts, nicht rot, nicht schwarz noch gelb, grün oder braun. WIR hängen keiner Ideologie und keiner Religion an. Dafür aber sind WIR entschieden Pro-Mensch, Pro-Umwelt und vor allem Pro-Zukunft." Unter diesem Link hier: http://www.vision-d.org/index1.html  kann man sich die Grundsatzerklärung und VISION-D näher anschauen. Daneben ist sie als PDF öffentlich downloadbar.

 
Der ganz große Coup
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Es ist 2002 und Denkwürdiges tut sich in Deutschland: der Irak-Krieg zeichnet sich ab, das Land wird von PISA-Studie und Ökosteuer durchgerüttelt, im August lauert ein Jahrhunderthochwasser und obendrein hält der September die turnusmäßige Bundestagswahl bereit. Bundeskanzler Schröder (SPD) macht in Vielem eine ordentliche Figur und bringt letztlich einen ebenso hauchdünnen wie unerwarteten Wahlsieg zustande. Doch schon im Februar des Jahres ist jener Nagel eingeschlagen, an dem die politische Laufbahn des agilen Kanzlers bald hängen sollte. Im Zuge der aus dem Dunstkreis von Bertelsmann-McKinsey lancierten Agenda 2010 lässt er da nämlich eine Kommission ins Leben rufen, um die medial ramponierte Arbeitsvermittlung in Deutschland grundlegend zu "revolutionieren". Eine vollmundige Parole macht die Runde - in nur 4 Jahren werde man die Arbeitslosigkeit "halbieren". Unter Leitung des VW-Vorstands Peter Hartz nimmt eine illuster besetze Kommission ihre "Arbeit" auf. Hinter den Kulissen und wohl unter federführender Mitwirkung von McKinsey et alia beginnt man, die Brechstange zur Demontage des Sozialstaates zu schmieden. Vielen vielleicht weniger bekannt - sind deren verheerende Folgen keineswegs den Empfehlungen der Kommission "Moderne Dienstleistung am Arbeitsmarkt" allein zu "verdanken", sondern vielmehr war es deren gesetzliche Umsetzung, die hier - durchwoben von zahlreichen obskuren Einflüssen - das Unterfangen zu einem in Teilen verfassungswidrigen und nicht rechtskonformen Gesetzesbrei werden ließen. Kaum wiedergewählt, peitscht Schröder diesen nun - übrigens zusammen mit einigen für SPD-Politik sehr merkwürdigen Gesetzen - im ICE-Tempo sowohl durch seine Partei als dann durch die Parlamente. So ist es Anfang 2005 mit dem Inkrafttreten von "Hartz4" bereits vollbracht, noch bevor sich weder SPD noch Öffentlichkeit über die absehbaren Folgen auch nur ansatzweise im Klaren sind. Trotz des schon damals klar erkennbaren gesellschaftlichen Schadenspotentials regt sich nur mäßig Widerstand - nach einigen Monaten ebben die bundesweiten Demonstrationen gegen die Hartzgesetze ab, in deren Verlauf sich die WASG bildet. Interessanterweise reagiert Schröder darauf und schockt Land wie Genossen mit einer vorgezogenen Neuwahl für den Herbst 2005. Er kämpft wie ein Löwe und bringt das Unmögliche fast zustande - die SPD kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon, obwohl das aus dem Boden gestampfte Wahlbündnis von PDS und WASG mit 8,7% in den Bundestag zieht. Im sehenswerten historischen Fernseh-Showdown nach der Wahl blitzt Merkwürdiges auf. Der Kanzler - offenbar völlig abgehoben - gibt seine letzte Show in deren Verlauf der massiv die Medien angreift. Doch es bleibt dabei - mit der Sendung enden dann auch gleich zwei Phänomene von Rot-Grün abrupt: Schröder und Fischer. Die schockstarre und nun auch noch führungslose SPD besiegelt kurz darauf ihr Schicksal. Man verschmäht die klar gewählte linke Mehrheit im Bundestag und begibt sich eine Verschleißkoalition unter Merkel. Unter subtiler "Anleitung" des Medienkartells war Belächeln zur gängigen Haltung gegenüber den Demonstranten und ihren Anliegen geworden. Dieses Lächeln dürfte so Manchem inzwischen vergangen sein. Losgetreten vom inzwischen auch schon reichlich losgelösten FDP-Chef Westerwelle und bis auf den Tag flankiert von subtiler Propaganda des Medienkartells - wird nun schon fast ein Jahr gestritten und lamentiert, ohne dass ein irgendwie konsensfähiges Ergebnis auch nur entfernt in Sichtweite geraten wäre. Wir wollen uns gar nicht erst lange an den vielfach unappetitlichen Details dieser "Irren-Diskussion" aufhalten, vielmehr wenden wir uns gleich direkt den inzwischen objektiv klar identifizierbaren Auswirkungen von Agenda und Hartz-Gesetzen zu.

 

 
Natur unerwünscht?
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Samstag, 2. Oktober 2010
Manchmal tut es weh, Tag für Tag mit jener gefährlichen Mischung aus Naivität und Ignoranz konfrontiert zu werden, die immer noch eine Mehrzahl der heutigen Mitmenschen auszeichnet. Dies trifft auch für die von der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unbeachtete Tatsache zu, dass dem pharma-skeptischen Anteil der EU-Bevölkerung ein veritabler Doomsday bevor steht. In Umsetzung der EU-Richtlinie 2004/24/EG wird ab dem 1. April 2011 der Verkauf sämtlicher traditionellen pflanzlichen Heilmittel in der EU verboten sein, die bis dahin nicht ein Registrierungsverfahren durchlaufen haben. Diese auch THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) genannte Richtlinie der EU sieht vor, dass Zubereitungen aus Kräutern, die bisher als Naturheilmittel, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel verfügbar waren, nun als medizinische Produkte deklariert werden, die eben ein solches Zulassungsverfahren zu durchlaufen haben. In EU-gewohntem Zynismus wird für besonders bewährte Mittel ein sogenanntes "vereinfachtes" Zulassungsverfahren in Aussicht gestellt - zynisch deshalb, weil Beträge um 100.000 € für den Durchlauf eines derartigen Verfahrens kursieren. Indes bleibt schon die Direktive selbst ohne juristische Assistenz kaum noch lesbar. Sicher muss befürchtet werden: sie beinhaltet praktisch das Aus für alle Anbieter, die nicht zum Kreis der Großkonzerne zählen - denn nur diese könnten sich solche Verfahren, in größerer Anzahl zumal, überhaupt "leisten", weil nur sie deren Kosten dann wie üblich und ab 1.4.2011 dazu im Schutze eines neu geschaffenen Quasi-Monopols samt saftigen Gewinnaufschlag an den Kunden weiter geben können. Und da gibt es immer noch kurzdenkende Mitmenschen, die das ganz in Ordnung finden oder gar begrüßen - nach dem Motto: hier wird doch lediglich Scharlatanen, die andere mit haltlosen Heilversprechen übers Ohr hauen, das Handwerk gelegt. Diese Argumentation, der oberflächlich betrachtet durchaus ein Hauch von Logik anzuhaften scheint, erweist sich bei näherem Hinsehen nicht nur als haltlos - vielmehr überdeckt sie die konkret zu erwartenden Folgen der fehlgeleiteten EU-Direktive nahezu vollständig. Grund genug für Cogitosum, sich dieses traurigen Themas anzunehmen und es einmal näher vorzustellen.

 
Ende der Sommerpause...
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 29. September 2010
Fassungslos dürfte die Minderheit der vernünftigen Menschen im Lande vor dem jüngsten Geistesblitz unserer schwarz-gelben Marionettenregierung stehen. Eine ominöse Emnid-Umfrage soll diesen eher dem politischen Kabarett zuzuordnenden Schritt der Regierung offenbar unterstützen. Dazu passend geriet die Anne Will Sendung vom 26.09 dann auch gleich in Gänze zum Ball Paradox, auf dem sich die anwesenden Kontrahenten nicht einmal mehr über triviale und eindeutig bestimmbare Grunddaten einig werden mochten. Indes waren der für sein ausgeprägtes Verständnis sozialer Belange bekannte Ex-BDI-Chef Rogowski im Verein mit der sichtlich angespannten Arbeitsministerin für die ganz große Illusionsnummer zuständig: Deutschland boomt..., die Wirtschaft brummt..., Firmen wüssten kaum noch wo sie Personal hernehmen sollen... usw. Den meisten in Deutschland dürfte längst klar sein, wie sich ihre Perspektiven darstellen. Da nutzt dann auch eine der größten Propaganda-Offensiven jüngerer Zeit wenig, die von den neoliberalen Medienkartellen gegenwärtig aufs geplagte Volk herabrieselt. Die vollkommen überflüssigen Börsennachrichten gar dürften inzwischen dem Kabarett glatt den Rang ablaufen haben. Wer mal so richtig herzhaft ablachen will, braucht nur einen der trotz notorischer Defizite unbeirrt (wie kann das eigentlich?) weiter betriebenen privaten Nachrichten-Kanäle über sich ergehen lassen. Der politische Sonntagsabend-Talk bleibt symptomatisch - die fahrige Gesprächsleitung zeigte sich sichtlich um Redezeit-Maximierung für einen etwas wirren Pfarrer bemüht – wohl weil von diesem noch der wenigste „Schaden“ drohte... Nehmen wir nun diesen erschütternden Kulminationspunkt von Qualitätsjournalismus mal als Maßstab für den Realitätsbezug in unseren Eliten, so verwundert der fortschreitende Zerfall selbst grundlegender logischer Zusammenhänge kaum noch. Sorge indes muss die ungewöhnliche Breite der Absurditäts-Meldungen hervorrufen - entgegen bisherigem Medienverhalten scheint das absurde Feuerwerk nicht abzuebben und heute gesellte sich bereits das nächste Brisanzthema dazu: Geheimdienste hätten angeblich eine verheerende Anschlagserie islamischer Terroristen verhindert (werden wir an anderer Stelle behandeln...). Lesen Sie hier eine vorläufige Analyse der aktuell so auffälligen Entgleisung des Mainstreams...

 

 
Schicksalszeiten
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 16. Mai 2010

Auf CogitoSum zwar unablässig kommuniziert (z.B. hier... ) - gemeinhin aber ungeglaubt. Die Szenarien der letzten Monate und Wochen entwickeln sich mehr und mehr zu einem surrealen Katastrophen-Thriller. Selbst die wichtige Landtagswahl in NRW - sonst mehrtägiger und angesichts des Wahlergebnisses gar mehrwöchiger Garant für Schlagzeilen und Talkrunden - wurde überschattet vom Brandthema schlechthin: die Euro-Krise. Insbesondere die deutsche Strategie "Wasch mich - aber mach mich nicht nass..." scheint auf EU-Ebene nicht mehr durchsetzbar. Höchste Zeit - will man meinen, denn: Es kann ja nicht angehen, dass ausgerechnet jene Volkswirtschaft, die am meisten von der EU profitiert, sich weiter der Illusion hingibt, beim Zusammenkehren der Scherben aus der Finanzkrise abseits stehen zu können. Übernacht - so könnte man formulieren - ist der Michel am Tag 1 nach der NRW-Wahl in der EU angekommen worden. Und seinem reichlich verzerrten Weltbild dürften noch erhebliche Strapazen bevorstehen. In einer Hauruck-Aktion übers Wahl-Wochenende (hier nachzulesen...) hoben die EU-Gewaltigen einen Rettungsschirm von gigantischen 750 Mrd Euro aus der Taufe. Ein Zeichen, dass in diesem Ausmaß sowohl Spekulanten wie viele Ökonomen überrascht haben dürfte. Und es bedeutet vor allem eines: Nein - auch für den Michel wird es außerhalb der EU oder gar gegen sie keine bessere wirtschaftliche Zukunft geben, ebensowenig wie für jede andere EU-Wirtschaft (wo wir GB mal nicht dazu zählen wollen...). Seit dem Wochenende ist die EU nun eine Schicksalsgemeinschaft und marschiert - bislang eher eine Union von Kapital- und Eliteinteressen als eine der Völker - zwar nur halbfertig, dafür aber umso beherzter in den weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrieg. Doch - wohl für Wochen noch wird hierzulande Verwirrung vorherrschen... Warum? Was kommt da auf uns zu, was auf die EU - und wie wird oder kann man dem entgegen treten?

 
Der Erfolg von Kopenhagen
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Montag, 21. Dezember 2009

Kopenhagen am Wochenende um den 4. Advent 2009. Der neben den Unruhen im Umfeld der Veranstaltung zentrale GAU auf der dortigen Weltjahresklimakonferenz liegt klar auf den Verhandlungstischen. Am erbitterten Widerstand etlicher Staaten scheitert der zuvor zwischen Mächtigen ausgekungelte Kompromiss. Zwar konnte der völlig ergebnislose Abbruch der Konferenz mit Mühe noch umschifft werden, jedoch wird das sortenrein kosmetische Schlusskommunique an dem Scheitern nichts ändern. Das mehr als dürftige Übereinkommen, etwas zur "Kenntnis genommen zu haben" worüber man sich zuvor tagelang in der Haaren lag, lässt sich als alles Mögliche werten, nur nicht als Erfolg oder auch nur als Rechtfertigung für den gigantischen Aufwand. Doch nicht einmal per Bestechung - visionäre Milliarden-Hilfen waren in Aussicht gestellt worden - ließ die Widerstandsfront gegen den verordneten "Konsens" sich aufbrechen.

 
Die perfekte Katastrophe...
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Kommentar
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Montag, 28. September 2009

Nun ist das geschehen, was hier im Artikel Haifischbucht vorher gesehen wurde: die Bundestagswahl ist gelaufen und es wird eine schwarz-gelbe Regierung geben. Die Niederlage für die weniger Privilegierten unserer Gesellschaft ist vorläufig allumfassend. Der ehemalige Clipper SPD ist versenkt. Wieder gibt es für geschätzte 20% der Bevölkerung keine politisch wirksame Interessenvertretung im Parlament - trotz ihres rasant wachsenden Anteils in unserer Gesellschaft. Und dies ausgerechnet in Zeiten, wo das hergebrachte Wirtschafts- und Finanzsystem sich im heillosen Zerfall befindet. Zu befürchten ist konkret, dass sie dies in vielfacher Hinsicht zu spüren bekommen werden. Möglich machten dies rund 2 Mio daheim gebliebene SPD-Stamm-Wähler, die den katastrophalen Fehlentscheidungen der SPD-Führung während der großen Koalition nun noch die Krone aufsetzten. In absoluten Zahlen gemessen liegen die Stimmenverluste der SPD im 30%-Bereich – und bildet damit einen ausschlaggebenden Beitrag zur schwarz-gelben Machtergreifung. Angesichts der historischen Krisen-Herausforderungen für unsere Gesellschaft gerät so die schlechteste Wahlbeteiligung bei einer Bundestagswahl zu einem unmissverständlichen Menetekel, das mit dem Zusammenbruch der ehemalig großen Volkspartei des sozialen Ausgleichs einhergeht. Die Niederlage der SPD ist vollkommen – Nach der Ohrfeige vom guidomobilen Westerwelle setzte es noch am Wahlabend die von Angela Merkel erklärte Beendigung der großen Koalition. Ihre Union ging nach Prozenten kaum geschwächt aus der großen Koalition hervor, während sage und schreibe über 11% Verlust der SPD-Basis die Irreführung des Seeheimer Weges endgültig mehr als deutlich machen sollten. Mit nicht wahrnehmbaren oder gar widersprüchlichen Positionen kann man eben keine Wähler begeistern. Schröder gelang dies 2005 nur, weil viele eingelullte Genossen den Knall noch nicht gehört hatten.

 
Hauch des Unwirklichen...
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Mittwoch, 23. September 2009

Ja – wie - ist denn schon wieder 1. April?...“ mag sich da manche(r) fragen, wenn er oder sie am vergangenen Wochenende auf der Website einiger namhafter Nachrichtenmagazine solche Scherzartikel zu lesen bekam. Was im provinziellen Kabarett eventuell noch zu ein paar müden Schenkelklopfern reichen könnte, gewinnt enorm an Brisanz wenn man berücksichtigt, dass Behörden diese haarsträubende Gurkenstory um den clownesken Bekkay Harrach offenbar auch noch ernst nehmen. Man rechnet ihn gar der mittleren Führungsebene der eher sagenhaften denn realen Al Quaida zu und spricht gar von einer Bonner Terrorzelle. Die Sehnsucht gewisser Kreise nach einem realen terroristischen Gegner muss wohl groß sein. Dann endlich könnte man doch mal wieder so richtig durchgreifen – so nach dem Muster Reichskristallnacht. Was sich Redakteure bei Spiegel, Welt und anderen Perlen unseres Medienkartells bei der Ausschlachtung dieser Posse gedacht haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Allzu viel jedenfalls kann es nicht sein – und daneben drängt sich der Verdacht des Drogenkonsums auf. Vielleicht wird auf den Redaktions-Konferenzen ja ein Bundeswehr-Direkt-Import von unserer fernöstlichen Selbstverteidigungsgrenze gereicht? Nun – wer weiß das schon. Das Ergebnis indes spricht für sich... Doch kehren wir zurück zu den wirklich wichtigen Dingen dieser Tage. Wir stehen unmittelbar vor den „sogenannten Wahlen“ zum deutschen Bundestag – und so wahr ich hier sitze und schreibe: seit Monaten wohne ich dem mit Abstand merkwürdigsten Wahlkampf bei, den ich jemals erlebt habe. Vor allem: Sollten Wahlen nicht dadurch gekennzeichnet sein, dass es Alternativen gibt, zwischen denen der Wähler wählen kann? Und das kann man anlässlich dieser Wahl ja nun wirklich nicht behaupten...

 
Frau vdL vom Internetministerium
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Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Sonntag, 9. August 2009

Sie können und sie werden es nicht lassen - die heimlichen Regenten dieses Landes. Hier wieder mal ein leuchtendes Beispiel dafür, wie konzentrierte Medienmacht völlig ungeniert und vor unser aller Augen missbraucht wird. Die Schreiber-Affäre – bislang ein Solo für die Union – wird da mal flugs und wider allen besseren Wissens in die Nähe zur SPD gerückt, nur weil ein Krimineller und Lügenbold das mal so eben in den Raum stellte. Nun – bei der kommenden Wahl geht es auch um viel. In einer grandiosen, bereits seit vielen Jahren anhaltenden Kampagne haben sich die Mega-Reichen, -Schönen, - Prominenten und -Mächtigen des Landes so ziemlich alles unter den Nagel gerissen, was sie irgendwie zu fassen bekamen, wohingegen wachsende Teile der Bevölkerung in und unter die Armutsschwelle gedrückt wurden. Diese unverdienten Pfründe gilt es nun politisch bis aufs Messer zu verteidigen. Und da ist eben jedes Mittel Recht, sei es sowas, wie wir es unlängst in Hessen vorgeführt bekamen oder eben auch Schützenhilfe von Schwerst-Kriminellen. Doch muss man sich aktuell fragen – woher nur die Panik vor der SPD? Es gibt doch gar keinen Grund, von dieser von Kanalarbeitern völlig unterwanderten Partei auch nur das geringste Unheil zu befürchten. Sie spielt doch offenbar gar nicht so ungern mit beim großen Monopoly. Und was hat Überkanzler Schröder – mit Beinamen Genosse der Bosse – nicht alles in die Wege geleitet - für die Interessen der Megareichen, versteht sich. Richtig – von der SPD selbst ist auch nichts zu befürchten. Sie muss halt vorübergehend ihr soziales Tafelsilber ein wenig polieren – verbal zumindest und nach dem Wahltag wird sie schnell wieder ganz die Alte sein. Mühe gibt man sich schon dabei – wie ich unter süffisantem Verweis auf diese Notiz mal festhalten möchte. Allerdings gibt es einen Haken...

 
Nun denn... Auf in den Kampf!
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Kommentar
Geschrieben von Jürgen Scheffler   
Freitag, 22. Mai 2009

Wieder einmal nähern wir uns dem deutschen Bundestags-Wahlkampf. Stresszeit pur für die hiesigen Eliten, gilt es doch erneut, eine strukturelle linke Mehrheit vom Regieren fernzuhalten. Dies aber wird schwierig - denn eine Neuauflage der großen Koalition wirkt nicht wirklich sexy. Der Wähler wollte sie schon 2005 nicht und zwischenzeitlich schien des Häufigeren - auch die Koalitionäre nicht. Beide Großkoalitionäre sind inzwischen beachtlich zur Ader gelassen – eine Neuauflage würde die Erosion der großen Parteien nur noch weiter beschleunigen. Aber auch aus Sicht des Durchschnittsbürgers stellt sich die Bilanz dieser Regierung verheerend dar, wenn er denn mal die rosarote Mediebrille für einen Moment beiseite legt. Auf ausnahmslos keinem wichtigen Poltikfeld sind nennenswerte Erfolge vorzuweisen – Infrastruktur, Forschung, Bildung, Sozialsysteme und Breitenwohlstand zerfallen hierzulande schneller als anderswo in vergleichbaren Staaten, obwohl man dort dem Niedergang des Turbo-Kapitalismus nicht weniger ausgesetzt ist. Das Modell unserer Verbands- und Klüngelrepublik beginnt nach 60 Jahren Grundgesetz sich als Auslaufmodell zu outen: nicht mehr tragfähig, zu verkrustet – unfähig zu struktureller Erneuerung. Was niemand offen ausspricht: der deutsche Sonderweg als Export-Weltmeister-Kombinat ist gescheitert. Die alte Binsenweisheit: „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not...“ ist erkennbar nicht nur völlig ungeeignet für den Kapitalismus – sie enttarnt sich zudem als gigantischer Betrug. Denn während man dem Volk unter ständigem Vorhalten der hierzulande ja so wichtigen „Sicherheitswurst“ genau diesen Unsinn predigte, drehte man im Hinterzimmer selbst mit am großen Casino-Rad. Nun ist die Bank abgeräumt – und was immer auch gespart worden sein mag, ist schlicht „mit weg“. Hierüber wird anlässlich der kommenden Bundestagswahl die Bevölkerung zu täuschen sein – denn sonst kann die Mehrzahl unserer Abgeordneten gleich an der Reißleine ihrer vergoldeten Fallschirme ziehen, die man als Dank für grenzenlose Gefälligkeitspolitik zugunsten der Eliten einheimsen konnte. Alles was noch davon abhält, ist die Hoffnung auf neuerliche Täuschung oder das Abtauchen des ganzens Schlamassels im noch größeren Chaos EU, die nicht einmal über ein wirksames Parlament verfügt. Und so gibt man in Kreisen der Fallschirmbesitzer denn auch vor, in Inbrunst - fast schon religiös – an das „Aufschwungswunder“ zu glauben, ohne nachvollziehbar erklären zu können, woher dieses Wunder denn wohl kommen könnte. Darüber hinaus wird sich in Blätterwald und Talkshow-Dschungel wieder das übliche babylonische Sprechgewirr aus vor allem um Nichtigkeiten und Nebensächlichkeiten geführten Diskussionen auftun. Wichtig bei dem bizarren Schauspiel scheint allein, dass jedes wirklich heikle Thema so weitläufig wie nur möglich umschifft wird. Nun - tun wir es hier einfach mal. Treten wir beherzt auf diesen Schleier, unter dessen Tarnung sich so etliche Gespenster zwar weitgehend geräuschlos aber keineswegs nebeneinkunftslos durch unsere Gesellschaft bewegen.

 
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